
Einleitung
Produktivität begleitet uns überall, im Studium, im Beruf und im Alltag. Doch oft liegt die Herausforderung nicht in der Planung, sondern darin, tatsächlich anzufangen. Genau hier setzt Taskimy an: Die App unterstützt Nutzer:innen dabei, ihre Aufgaben passend zu ihrem aktuellen Energielevel zu planen und umzusetzen. Dieser Herausforderung sind wir in unserer User Research nachgegangen.

Methodik
Unser Designprozess orientierte sich am Design-Thinking-Ansatz und begann mit der Empathize-Phase. Durch Interviews und Umfragen mit insgesamt 18 Personen untersuchten wir die Bedürfnisse und Herausforderungen unserer Zielgruppe im Bereich Produktivität. Dabei zeigte sich, dass fehlende Energie, Ablenkung, Prokrastination und Überforderung zentrale Hindernisse darstellen. Besonders relevant war die Erkenntnis, dass bestehende Produktivitäts-Apps zwar bei der Planung und Organisation von Aufgaben unterstützen, das aktuell verfügbare Energielevel der Nutzer:innen jedoch nicht berücksichtigen. Genau hier definierten wir unsere Design Opportunity: Nicht eine bessere Planung stand im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie Aufgaben an die verfügbare Energie angepasst und der Einstieg dadurch erleichtert werden kann.
Auf Basis der Interviews entwickelten wir Personas, um die Bedürfnisse und Probleme unserer Zielgruppe greifbarer zu machen und in den weiteren Designprozess einzubeziehen. Eine davon ist Jonas, ein 26-jähriger Student, der seine Aufgaben zwar kennt und organisieren kann, im Alltag jedoch häufig Schwierigkeiten hat, mit ihnen zu beginnen. Sein Beispiel verdeutlichte, dass theoretisches Wissen über Organisation allein nicht ausreicht, wenn die verfügbare Energie nicht berücksichtigt wird. Diese Erkenntnisse bildeten eine wichtige Grundlage für die weitere Gestaltung von Taskimy.
In der Ideenphase entstanden erste Handskizzen und Wireframes rund um das zentrale Konzept der Energielevel-Abfrage. Nutzer:innen schätzen dabei ihr aktuelles Energielevel ein und erhalten darauf abgestimmte Aufgabenvorschläge. Die Entwürfe wurden anschließend in Figma zu einem digitalen Prototyp weiterentwickelt.
Abschließend testeten wir Taskimy mit Nutzer:innen auf Verständlichkeit und Nutzerfreundlichkeit. Das Feedback lieferte uns wertvolle Erkenntnisse, die wir für erste Anpassungen am Design nutzten und die gleichzeitig eine wichtige Grundlage für zukünftige Verbesserungen und weitere Iterationen bilden.

Ergebnisse
Durch unseren Designprozess entstand ein interaktiver Figma-Prototyp von Taskimy, dessen zentrale Funktion darin besteht, Aufgaben an das aktuelle Energielevel der Nutzer:innen anzupassen. Das User Testing bestätigte die grundsätzliche Verständlichkeit des Konzepts, zeigte aber auch Verbesserungspotenzial. So waren sich beispielsweise die Startseite und die Task-Seite gestalterisch zu ähnlich. Zudem entstand aus dem Testing der Wunsch nach einer iOS-Version, an deren Entwicklung wir derzeit arbeiten.
Die Entwicklung von Taskimy hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, Nutzerinnen und Nutzer kontinuierlich in den Designprozess einzubeziehen. Durch Interviews, Personas, Prototyping und Usability Tests konnten wir ihre tatsächlichen Bedürfnisse besser verstehen und unsere Lösung gezielt weiterentwickeln. Besonders wertvoll war die Erkenntnis, dass viele Menschen nicht mit der Planung ihrer Aufgaben kämpfen, sondern mit dem Einstieg, wenn ihr Energieniveau niedrig ist. Diese Einsicht führte zur zentralen Idee von Taskimy, Aufgaben auf Basis des aktuellen Energieniveaus zu empfehlen. Gleichzeitig hat uns das Projekt verdeutlicht, dass gutes UX Design ein iterativer Prozess ist, der auf Nutzerfeedback, kontinuierlichem Testen und schrittweisen Verbesserungen basiert.
Team
Nina Lorch

Jorge Roberto Hernández Granados
Luisa Sperling
Mentor:in
Annika Pantring







